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Contextual Text Förderprogramm «Sonnencent»
Ein Bagger ist im Begriff , eine kleine Hausruine abzureißen, auf dessen Giebelseite jemand groß den Grundgesetzartikel zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen gepinselt hat.
Bildung und Kampagnen | #15514 | Abgeschlossen

An die Geschichte des Widerstands erinnern

Filmdokumentation zum Kohlewiderstand in Lacoma

Projektträger: Umweltgruppe Cottbus e. V.

Förderzeitraum: 1.4.2024  31.12.2024

Bewilligter Förderbetrag: 7.000 

Hintergrund

Lacoma ist ein Dorf bei Cottbus, das zu DDR-Zeiten dem Braunkohletagebau zum Opfer fiel – und das, obwohl es dort großen Widerstand aus der Bevölkerung gegeben hatte. Ein Film soll daran erinnern. Wir förderten dieses Filmprojekt, weil wir es für wichtig halten, an die fast vergessene Geschichte des ökologischen Widerstands in der DDR zu erinnern.

Über das Projekt

Lacoma war ein kleines Dorf in der Lausitz, dessen Bewohner:innen zwangsweise umgesiedelt wurden, um die Braunkohlevorkommen unter dem Dorf abzubauen. Der Widerstand gegen diese Umsiedlung war zwar vergeblich – aber er bildete die Keimzelle für den mehrfach erfolgreichen Kampf gegen den Abriss weiterer Dörfer. Ein Dokumentarfilm lässt die Kritiker:innen des Bergbaus und der Naturzerstörung von damals zu Wort kommen und zeichnet die beachtliche Geschichte des Widerstands in der DDR nach.

Weiterführende Informationen

Die Grüne Liga, ein ökologisches Netzwerk, dem auch die Umweltgruppe Cottbus angehört, kämpft noch immer gegen den Kohleabbau in der Lausitz und setzt sich für den Erhalt der Dörfer und den Klimaschutz ein. Mehr dazu auf der Website der Grünen Liga

Statement zum Projekt

Portrait René Schuster

Lacoma war etwas Besonderes: Ein Dorf, das sich unter DDR-Bedingungen gegen seine Umsiedlung wehrte, später Ort der wohl ersten Besetzung eines Dorfes gegen Kohleabbau in Deutschland, dann ein Kunst- und Kulturfreiraum auf Zeit war und bei dem schließlich die bis dahin bundesweit größte Baumbesetzung stattfand. Auch dank der EWS konnten wir diese Geschichte festhalten.

René Schuster, Umweltgruppe Cottbus

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