Vor radioaktiver Belastung warnen
Reparatur eines Gammaspektrometers
Projektträger: Umweltinstitut München e. V.
Förderzeitraum: 1.11.2025 – 31.12.2025
Bewilligter Förderbetrag: 10.000 €
Hintergrund
Selbst 40 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl sind manche Pilze und andere Waldprodukte noch immer so stark radioaktiv belastet, dass sie nicht zum Verzehr geeignet sind – auch in einigen Regionen Süddeutschlands.
Wir förderten die Reparatur einer Messapparatur des Umweltinstituts, damit Verbraucher:innen durch unabhängige Radioaktivitätsmessungen weiter informiert bleiben und besser geschützt sind.
Über das Projekt
Das Umweltinstitut München führt seit 1986 eigene Messungen zur radioaktiven Belastung von Pilzen und Waldprodukten durch. Verbraucher:innen können Proben zur Untersuchung einreichen. Die Ergebnisse der Messungen sind öffentlich zugänglich und werden auf der Webseite des Instituts in einer übersichtlichen Landkarte dargestellt. Nach jahrzehntelangem Einsatz wurden umfassende Reparaturen am Detektor des Gammaspektrometers vorgenommen und das Kühlsystem modernisiert. Dadurch können nun wieder Analysen durchgeführt werden und das Umweltinstitut kann sowohl im Normal- als auch in einem etwaigen Katastrophenfall verlässlich über die Strahlenbelastung informieren.
Weiterführende Informationen
Umfassende Informationen über das Umweltinstitut München und seine zahlreichen Aktivitäten und Kampagnen erhalten Sie auf dessen Webseite.
Statement zum Projekt
Knapp 40 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl ist das Interesse an unserem Messprogramm weiterhin hoch. Für Bürger:innen sind wir in Deutschland die einzige Anlaufstelle für Radioaktivitätsmessungen. Wir verbinden damit die klare Botschaft: Die Energiewende ist notwendig, um uns vor den Folgen der Klimakrise und vor den Risiken weiterer Nuklearkatastrophen zu schützen.