Trotz Stromausfall sendefähig bleiben
Photovoltaik für Radio Kilambee in Wiwilí / Nicaragua
Projektträger: Städtepartnerschaftsverein Wiwili-Freiburg e. V.
Förderzeitraum: 07.08.2025 – 31.12.2025
Bewilligter Förderbetrag: 11.000 €
Hintergrund
Für die weit verstreut lebende Bevölkerung im Umland von Wiwilí ist das Radio ein wichtiges Kommunikationsmittel. Doch durch die unzuverlässige Stromversorgung fällt diese wichtige Informationsquelle häufig aus, zudem werden dadurch oft Geräte beschädigt.
Durch unsere Förderung konnte seit der Installation der Anlage trotz häufiger Stromausfälle durchgehend gesendet werden; auch die Stromkosten wurden spürbar gesenkt.
Über das Projekt
Für die Region hat die Radiostation eine große Bedeutung: Radio Kilambé berichtet über Umweltthemen, sendet Katastrophenwarnungen und produziert Sendungen in indigener Sprache. Ziel des Projekts war die Sicherung der Stromversorgung des Senders durch eine PV-Anlage, um Stromausfälle abfangen zu können und Kosten zu senken. Trotz logistischer Herausforderungen im bergigen Gelände konnte die Anlage installiert werden und ermöglicht es nun, bei Stromausfall fünf bis sechs Stunden weiterzusenden. Seit der Installation konnte der Sendebetrieb durchgehend aufrechterhalten werden, die Stromkosten wurden spürbar gesenkt. Die Anlage gilt als Leuchtturmprojekt in der Region.
Weiterführende Informationen
Der Verein Städtepartnerschaft Wiwilí-Freiburge. V. engagiert sich seit 1983 ehrenamtlich für die Beziehung zwischen Menschen in Freiburg und Wiwilí/Nicaragua. Mehr dazu auf der Vereinswebsite
Gemeinsam mit dem nicaraguanischen Partnerverein ADEM soll das Leben der Menschen vor Ort durch «Hilfe zur Selbsthilfe» nachhaltig verbessert werden. Mehr zu diesem Thema erfahren
Neben Nachrichten, Musiksendungen und Grußbotschaften, die teils in indigener Sprache ausgestrahlt werden, umfasst das Programm von Radio Kilambé auch Beiträge zu Gesundheit und Umweltschutz. Hier kann man reinhören.
Statement zum Projekt
Die Länder des armen Südens leiden unter den Folgen des Klimawandels – fast ausschließlich erzeugt von den Industriestaaten – ganz besonders. Der Einsatz von PV-Anlagen kann diese Schuld des Nordens nicht mindern, aber eine Energie- und Kosteneinsparung dank einer Photovoltaikanlage ist für die armen Länder ein Tribut, den wir leisten können und leisten sollten.